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:: Jagderlebnisse | Doppeltes Jagdglück ::
Doppeltes Jagdglück
Vor langer, langer Zeit, als das Rehwild noch frei war (also vor etwa 5 Wochen) setzte ich mich an einem Samstag schon sehr früh auf jenes an. Der Wind passte, kam über die Waldkante genau auf mich zu. Optimal.
Wie es manchmal so ist, wurde es auch diesmal hell und nichts passierte. Nicht mal ein Fuchs schnürte an der Kanzel vorbei. Vor allem kein Reh und kein Kitz weit und breit. Ich lauschte den erwachenden Federlingen und ...
...kein Rehwild!
Nachdem ich so etwa 2 Stunden bei schönstem Licht (die 4.Ansitzstunde) immer wieder die Waldkante und das anschliessende Feld ohne Erfolg abgeglast hatte, beschloss ich zum Auto zurück zu gehen, aber durch den Wald an der Kirrung vorbei. Umweg ca. 3-4 Kilometer.
Als ich im Wald dann eine kleine Senke durchstieg und es wieder bergauf ging, kam ich auf eine eingezäunte Pflanzung zu. Etwa 10 m vor dieser raschelte und knackte es in jener. Typisch, Schwarzwild hochgemacht! Suuuper!
In der Gewissheit, dass im Umkreis von 50 km kein Anblick zu erwarten ist schritt ich frohen Mutes aus. Immer schön am Zaun entlang. Schnell zum Auto, aber durch das Stangenholz muss ich noch...
Die Nadeln verschluckten jedes Geräusch. 10 m vor der kleinen Lichtung traf mich fast der Schlag. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Das war doch... na klar, das ist Rehwild. 2 Ricken mit ihren Kitzen. kann doch wohl nicht wahr sein!
War aber! Schnell das Glas hoch. Beides Bockkitze. Glas mit dem Repetierer ausgetauscht, angeschlagen, entsichert, eingestochen und raus.
Kitz lag im Knall, aber warum bleiben die anderen 3 stehen? Durchrepetiert, dann kann ich ja noch die dazu gehörende Ricke... Mist, steht nicht breit und dazu noch hinter Bäumen!
Plötzlich sicherten die 3 nach rechts. Noch an der kleinen Fichte angeschlagen wanderten meine Augen auch in diese Richtung. Da kam der Grund der Beunruhigung. Eine dicke Bache! Ihr nach folgten 5 stramme Frische.
Ohne Hast kamen die 6, wieder Richtung Schonung. Und das nach dem Schuss!!!
In Zeitlupe schwenkte ich den Repetierer in die Richtung der schwarzen Gesellen.
20 m vor mir muss die Bache mich wohl gesehen haben, denn sie bleib abrupt stehen, blies und fast gleichzeitig drehte sie ab und vollgas. Da hatte ich aber das letzte Stück schon im Glas und raus war die Kugel. Nach 5 m und einem kurzen Schlegeln war wieder Ruhe.
Jetzt war auch das Rehwild weg...
Repetiert, gesichert und gestaunt.
Nun zum Frischling hin, kurz hinterm Blatt. o.k., aber etwas tief. Beim Kitz genau so.
Schnell aufgebrochen und zum Weg gezogen. Jetzt konnte ich das Auto holen. Vorher aber schnell noch eine geraucht und das soeben Erlebte angefangen zu verdauen. Erst nicht mal Anblick und dann das...
Überglücklich holte ich das Auto.
Dies war die Zusammenfassung eines Morgenansitzes, der anders endete als geplant. ich hoffe euch hat es gefallen.
Waidmannsheil
Jäger_Mirko
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Dieses Jagderlebnis wurde am 02. 03. 2008 von naco erstellt. |
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