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Freitag, 10. Februar 2006, 20:19

Liebe Jägerkollegen, mich interessieren Eure Erfahrungen mit Selbstladebüchsen im Jagdbetrieb. Um es vorweg zu sagen: wirklich \"brauchen\" tu ich eine SLB nicht, aber mich reizt schon durchaus mal eine Benelli Argo, eine Browning BAR oder eine HK...welche Erfahrungen habt Ihr mit diesen Waffen? Allgemein wird gesagt, daß der erste Schuß aus einer SLB \"normalerweise\" danebenliegt...wäre dem so, dann könnte ich, statt mit der SLB auf die Jagd zu gehen, gleich daheimbleiben...Auch die Erklärungen hierfür überzeugen mich nicht so recht...am ehesten könnte das großzügiger bemessene Patronenlager einer SLB ursächlich sein...angeblich spielt es auch eine Rolle, ob von Hand einrepetiert wird (1. Patrone) oder \"maschinell\" ab dem 2. Schuß..Stimmt dies alles einigermaßen oder handelt es sich da um Gerüchte..?!??
The pony, the rifle, and me..!

2

Freitag, 10. Februar 2006, 20:22

Hallo meerschwein,
gern würde ich Dir antworten,aber Du hast noch nicht Dein Profil ausgefüllt.

WmH Bernhard
[f3]Gruß Bernhard[/f3]

Ein bischen dumm ist niedlich,
manch einer ist aber schon zu niedlich!!! :totlach: :laugh: :totlach: :i_baeh:

3

Samstag, 11. Februar 2006, 10:50

Hallo meerschwein,
konnte ich doch heute Dein Profil genüsslich betrachten,ja und nun will ich Dir auf Deine Frage antworten:

Bernie hat vor ein paar Tagen zu diesem Thema ein sehr ausfürlichen Post eingestellt,und da sind wenn ich mich recht erinnere Deine Fragen schon beantwortet worden.Schau doch mal nach.

Bernhard
[f3]Gruß Bernhard[/f3]

Ein bischen dumm ist niedlich,
manch einer ist aber schon zu niedlich!!! :totlach: :laugh: :totlach: :i_baeh:

4

Samstag, 11. Februar 2006, 11:02

@Bernhard:

jetztr willst Du es wissen, oder?

:k_biggrin:

Horido,

Tobias

5

Samstag, 11. Februar 2006, 11:14

Hi Tobias,
na das gehört sich doch wohl,das man auch auf eine gestellte Frage hölich antwortet.Du siehst,es geht doch und hat auch garnicht weh getan. :laugh: :laugh: :laugh:

WmH Bernhard
[f3]Gruß Bernhard[/f3]

Ein bischen dumm ist niedlich,
manch einer ist aber schon zu niedlich!!! :totlach: :laugh: :totlach: :i_baeh:

6

Samstag, 11. Februar 2006, 11:19

Sag mal alter Trapper, haben \"die\" Dich hier als Forumsknigge eingestellt??? :totlach:

Dir ein schönes Wochenende!

Wmh CN99

7

Samstag, 11. Februar 2006, 11:20


Upps gedoppelt!

8

Samstag, 11. Februar 2006, 11:32

Nee Steffen,
eigentlich nicht,nur etwas Höflichkeit dem anderen gegenüber schadet doch nicht.Da ich als Neuling,oder wie es in Deutsch heißt als Newcommer mich doch schon manchmal wundere wie sich eigentlich gleichgesinnte gegenseitig manchmal ziemlich ruppig beharken.Na ja,vielleicht sehe ich das auch zu eng,in meiner Naivität.

Auch Dir ein schönes Wochenende!

WmH Bernhard
[f3]Gruß Bernhard[/f3]

Ein bischen dumm ist niedlich,
manch einer ist aber schon zu niedlich!!! :totlach: :laugh: :totlach: :i_baeh:

9

Samstag, 11. Februar 2006, 12:05

Zitat


Original von meerschwein:
... Allgemein wird gesagt, daß der erste Schuß aus einer SLB \"normalerweise\" danebenliegt...


Hallo Meerschwein,
ich habe zwar keine Erfahrung mit einer SLB, aber bin doch etwas über diesen Satz irritiert.
Wenn dem so sein sollte, würde es eine Doppelbüchse auch tun, denn nach dem ersten Schuss daneben stehen auch bei einer SLB nur noch 2 Schuss zur Verfügung.

Ich kann aber trotzdem diese \"allgemeine\" Behauptung nicht nachvollziehen. Warum sollte das so sein? Vielleicht weil man unterbewusst aufgrund des Wissens, noch \"beruhigende\" 2 weitere Versuche zu haben, beim ersten Schuss nicht so sorgfältig zielt? Das würde aber keineswegs einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Waffe gerecht. Wernn das ein technisches Problem sein sollte, wäre allerdings die Anschaffung einer SLB völlig absurd.

Sind das vielleicht die Jäger, die bei Bewegungsjagden immer gleich 3 x hintereinander ballern (ohne nennenswert Strecke zu machen), was bei vielen Beständern auch eher eine ablehnende Haltung zum Einsatz von Halbautomaten hervorruft?

Bitte, das ist jetzt nicht böse gemeint oder als Vorwurf gedacht. Ist lediglich ein Erklärungsversuch für die \"allgemeine\" Meinung über SLB.
Willst Du Gottes Wunder sehn, musst Du zu den Bienen gehn.

10

Samstag, 11. Februar 2006, 12:38

Also ich kann das auch nicht nachvollziehen, und habe erstmal auf den Kalender geschaut, ob denn schon wieder der erste April ist?!!
Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber das ist ja totaler Quatsch!
Gruß, Nils.

11

Samstag, 11. Februar 2006, 14:21

Liebe Jägerkollegen, dann lest doch mal hin und wieder eine Waffenzeitschrift oder schaut Euch Tests von SLBs in Jagdzeitschriften an: das Problem, daß der erste Schuß bei vielen SLBs ein Ausreißer ist, ist ein technisches, kein psychologisches oder Handhabungsproblem. Wir zielen doch immer sorgfältig, um gut abzukommen, oder etwa nicht? Ich hatte kurz eine Benelli Argo in .30-06 zur Verfügung, die genau dieses Phänomen auch zeigte, Mit dem Wunsch, beim ersten Schuß auf eine zuverässige Treffpunktlage vertrauen zu können, meine ich nicht, daß ich beabsichtige, das Magazin der SLB leerzuballern, wenn der erste Schuß danebengeht, ich meine damit eher, daß man, wenn man beim ersten Schuß an der Sau vorbeigeschossen hat, nach Hause gehen kann, weil die Chance dann für diesen und die nächsten Folgeabende eh vorbei ist. Noch schlinmer ist es, wenn man ein Stück krankgeschossen hat und man sich dann Vorwürfe macht..! Bernie, wie lautet denn er entsprechende Beitrag? Würde ihn gerne lesen! Danke und WmH, meerschwein.
The pony, the rifle, and me..!

12

Samstag, 11. Februar 2006, 14:31

Es ist i.d.R tatsächlich so, dass man z.B. an einer Kirrung nur 1 \"Versuch\" hat. Danach werden die Sauen sehr schnell ...
Zu den technischen Besonderheiten wird Dir bernie sicher mehr sagen können.


Willst Du Gottes Wunder sehn, musst Du zu den Bienen gehn.

13

Samstag, 11. Februar 2006, 14:46

Ich besitze eine hk300 in dewr Schonzeit.22 mag.
Die Präzision ist super 20 mm au 100 m
Nach 10 Schüssen muß der Verschluß gereinigt werden, sonst öffnet sich der Streukreis aun 50 mm.

In meinem jagdlichen Umfeld führen mehrere Jäger eise SLB AUF DER Drückjagd.
Rem 7400 in 3006, Bar in 3006 oder 338,
Die präzision ist mit Repetierbüchsen durchaus vergleichbar.
Besser als Doppelbüchsen allemal.
Selbstladebüchsen haben 2 Probleme.
1. Sie sind nicht so geräuschlos zu laden wie DB:
2. Konservative Jagdherren lehen sie ab.
K

14

Samstag, 11. Februar 2006, 14:51

Bei einer Mehläufigen Waffe ist mir der \"Bimetall-Effekt\", wohl bekannt, aber beim besten Willen kann man doch keine Waffe führen, oder auch nir auf den Markt bringen, bei der der erste Schuß ungenau ist!
Das würde ja für Materialfehler sprechen.
Außerdem stehen die Chancen an der Kirrung einen zweiten Schuß anzubringen, auch bei einer SLB meiner Meinung nach, zumindest auf Schwarzwild bei 1/100.
Auf Drückjagden mag das anders sein, aber auch da reicht mir mein Repetierer.

15

Samstag, 11. Februar 2006, 16:34


Selbstladebüchsen sagt man allgemein den Ruf einer schlechteren Präzision nach.
Hauptursache dafür soll der sogenannte \"Cold Bore Shot\" sein, also der erste Schuß bei kaltem Lauf bei manueller Zufuhr und die Tatsache, daß alle weiteren Patrone durch das jeweilige Selbstladesystem in das Patronenlager hineinrepetiert werden.
Es ist bei manchen vorwiegend rein mitlitärischen Selbstladewaffenauch so, daß diese mit etwas größeren Toleranzen gefertigt werden um auch bei widrigsten Temperaturn noch zu funktionieren und um bei kleineren Schmutzpartikeln im System oder Patronenlager noch eine sichere (Selbstlade)Funktion zu gewährleisten.
Erfahrene Reservistenschützen berichten auch darüber, daß der erste Schuß tatsächlich etwas abseits der eigentlich folgenden Schußgruppe sitzt.
Mit Gewehren vom Typ FAL (G1) und G3 konnte ich selbst Abweichungen von bis zu 8 - 15 cm beim ersten Schuß beobachten.
Ähnliche Aussagen werden von erfahrenen BDMP Schützen gemacht, die mit vorweigend rein militärischen Selbstladern große Erfahrungen haben.

Bei Selbstladewaffen, die speziell für die Jagd gebaut sind sieht die Sache aber etwas anders aus.
Natürlich basieren auch die meisten dieser Halbautomaten auf militärischen Sysstemen, haben aber einige Modifizierungen erfahren und liegen in der Fertigung bestimmter Teile auch erheblich unter dem Toleranzbereich militärischer Serienwaffen.
Ich habe bis jetzt einige jagdliche Selbstladewaffen geschossen mit allen möglichen Systemen.
Bei all diesen Waffen hatte ich Streukreise von durchschnittlich 4 - 5 cm (5 Schuß auf 100 m sitzend aufgelegt und hintereinander abgegeben, nach dem 1. Schuß halbautomatische Zufuhr), mit speziell ausgesuchter Munition auch darunter.
DAS HK 2000 lieferte Streukreise unter 3 cm, ähnliche Streukreise schießt meine BAR II.
Bei solchen Streukreisen kann logischerweise der o. g. Cold Bore Shot nicht vorhanden sein.
Einzig bei einer Remington 7400 konnte ich feststellen, daß der erste Schuß jeweils ca. 2 - 3 cm links saß, auch das ist jagdlich vollkommen unerheblich, wobei dies bei einer anderen Remington Büchse gleicher Bauart nicht auftrat.
Anläßlich einer Vorführung von Präzisions-Gewehren wurden mit speziellen Walther und Molot - Gewehren (beides Selbstlader) im Kaliber .308 Win. Streukreise von 8 cm geschossen - auf 300 m!
Es versteht sich auch von selbst, daß eine Jagdbüchse bei der der erste Schuß erheblich von der Gesamttreffpnktlage abweicht für die Jagd vollkommen untauglich ist, eine solche Waffe wäre sehr schnell vom Markt verschwunden, egal mit welchem System und das kann sich kein Hersteller leisten.
Im normalen militärischen Bereich und beim Schießen über offene Visierung mögen Abweichung von 10 - 15 cm nicht so ins Gewicht fallen, zumal hier innerhalb kürzester Zeit eh eine ganz erhebliche Anzahl von Schüssen hintereinander abgegebn wird, mit jagdlichen Verhätlnissen überhaupt nicht zu vergleichen.
Alles in allem läßt sich festellen, daß bei Selbstladern zum jagdlichen Gebrauch meiner Erfahrung nach die Präzision vollkommen in Ordnung ist und durch Einhaltung von etwas engeren Toleranzen der Cold-Bore-Shot keine Rolle spielt.

Um unnötigen Diskussionen vorzubeugen:
Ich streite in keinster Weise ab, daß bei manchen auch jagdlichen Selbstladern der erste Schuß von der eigentlichen Treffpunktlage abweicht und vorkommen kann.
Die von Meerschwein erwähnten Tests in den ensprechenden Zeitschriften, insbesondere der des XR 41von Sabre Defence, ist mir hinreichend bekannt.
Ich mache aber darauf aufmerksam, daß ich auch Tests verschiedener AR 15 und AK 47 Zivilversionen kenne, bei denen so etwas nicht oder nur gerinfügig auftrat.
Es ist also nicht die Regel, zumindest nicht bei Selbstladewaffen, die speziell für das sportliche Schießen oder die Jagd gedacht sind.
Diesbezüglich kenne ich etliche glaubhafte Literatur vorlegen.
Es kann auch durchaus vorkommen, daß eine Waffe sehr empfindliche auf diesen Cold Bore Shot reagiert und dieselbe Waffe gleicher Bauart und Hersteller, aber anderer Seriennummer, nicht.
Mir ist eine stark abweichende Treffpunktlage bei entsprechenden (Selbstlade)Jagdwaffen jedenfalls noch nicht untergekommen.
Ein soeben geführtes Telefonat mit einem BDMP Schützen bestätigte auch meine Vermutung, daß sich dieses Phänomen zumindest teilweise durch eine andere Muntionssorte oder Laborierung beeinflussen oder mindern läßt.
Tatsache ist auch, daß viele Selbstlader weit munitionsempfindlicher reagieren als Waffen mit manuellem Verschluß und das betrifft nicht nur die Selbstladefunktion.
Es kam in der Vergangenheit doch schon vor, daß eine Selbstladewaffe mit der Munition X eine sehr schlechte Präzision hatte, während die Munitionssorte vom Typ Y auf Anhieb ein sehr gutes Trefferbild lieferte und zwar vom ersten Schuß an.
Es kann daher durchaus sein, daß man aufgrund dieser Probleme seine bewährte Munitionssorte aus Präzisiongründen wechseln muß.
So etwas kann zwar auch bei Büchsen mit manueller Zufuhr passieren, aber weitaus geringer als bei Selbstladewaffen.
Es gibt keine schlechten Kaliber und Geschosse, entscheidend ist der Treffersitz und der Verwendungszweck!