Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: WWN Jäger Community. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

1

Mittwoch, 23. November 2005, 23:50

kann mir jemand was über das kaliber sagen?

könnte eine enfield nr.4mk1 für ein \"appel und ein ei\" bekommen,habe aber nichts passendes über das kaliber gefunden...
womit kann man es ballistisch vergleichen?
möchte damit nicht zur jagd gehen,nur ein paar infos sammeln.. :d_gutefrage:
Frauen: der i-Punkt auf Gottes Schöpfung, deshalb sind viele so klein und so rund.
:D

2

Donnerstag, 24. November 2005, 10:38

Hallo Miro,

habe vor ca. 10 Jahren mal eine enfield geschenkt bekommen - mit offener Visierung.
Das Kaliber ist jagdlich durchaus brauchbar aber die Kosten für eine Glasmontage (sagte mir ein BÜMA) seien höher als der Wert der Waffe. Auch vom Schaft her eher unhandlich.
Ballistisch wird dir Bernie einiges sagen können.

siehe auch :

http://www.waffenhq.de/infanterie/enfield-no4.html

Frischling

3

Donnerstag, 24. November 2005, 21:32

Die metrische Bezeichnung der Patrone .303 Britich würde grob lauten 7,7 x 56 R, wobei der Geschoßdurchmesser 7,92 mm (.0,311 Zoll) und die Hülsenlänge genau 56,44 mm beträgt, die Patrone besitzt einen Rand.
Sie wurde 1988 entwickelt und hat in den ersten Jahrzehnten einige Veränderungen erfahren.
So war diese Patrone anfangs mit Schwarzpulver geladen und einige Jahre später mit damals neuartigen Corditesträngen.
Die genannte 1891 eingeführte .303 Cordite -Munition war bestückt mit einem 13,6 gramm schweren Vollmantelrundkopf-Geschoß und brachte es auf eine V0 von 600 m/sec, der Geschoßdurchmesser betrug 7,85 mm.

1914 modifizierte man die Patrone abermals, indem man den Geschoßdurchmesser auf 7,92 mm (.311) erweiterte und ein 11,3 gramm schweres Vollmantel-Spitzgeschoß vor rauchlosem Pulver verwendete.
Diese Laborierung brachte es auf 744 m/sec und blieb ab da bis in die 1950-er Jahre hinein die Standard-Gewehrmunition des englischen Militärs und zwar in dem bekannten Lee-Enfield Nr. 2 MK 1 - MK 6 Gewehren, auch bekannt als SMLE (Short Magazine Lee Enfield).

Die Leistung der .303 ist vergleichbar mit der der .308 Win., das Kaliber der Enfield Patrone ist allerdings 0,003 Zoll größer und das Gasdruck um 500 bar niedriger.

Die Geschoßgewichte für die .303 liegen ebenfalls im Bereich der .308 Winchester, nämlich 9,7 gramm und 11,7 gramm.
Es existieren 8 verschiedene Fabriklaborierungen mit jagdlichen (Teilmantel)Geschossen und unzählige Munition aus ehemaligen Militärbeständen (Surplus) mit Vollmantelgeschoß.
Der Nachschub ist also sowohl für den jagdlichen und auch schießsportlichen Bereich gesichert.
Die .303 British ist eine sehr präzise Patrone und im Zusammenhang mit dem dazugehörigen Lee-Enfield-Gewehr sehr beliebt bei Ordonanz Schützen.
Es gibt keine schlechten Kaliber und Geschosse, entscheidend ist der Treffersitz und der Verwendungszweck!

4

Mittwoch, 30. November 2005, 21:46

Nachtrag zu bernies Ausführungen:

Die .303 ist in Afrika, speziell den ehemaligen englischen Kolonien, nach wie vor sehr beliebt und entsprechend verfügbar.

5

Freitag, 20. Januar 2006, 16:01

Hallo Miro,

ich führe selbst ein solches Teil. Das Kaliber ist auch 7.62 (wie alle .3x Kaliber).
Habe mir seinerzeit handgestopfte Munition herstellen lassen. Hat nun auf 100 m einen Trefferkreis von ca. 30 mm.

Die Serienmunition ist absolut unbrauchbar. Habe noch reichlich Bestände.

In England wird mit diesem Kaliber noch vereinzelt gejagt.

Gruß,
Markus
:d_zwinker: Widerstand kann Deinen Weg ändern, aber nicht Dein Ziel

6

Freitag, 20. Januar 2006, 16:25

@brackenjäger

Die .303 ist in Afrika weit verbreitet und hier in DE kannst Du drei Laborierungen von PMP kaufen.
Ist erstklassige Munition.

Alles über die .303 kannst Du hier lesen:

http://www.african-hunter.com/303_british.htm

7

Freitag, 20. Januar 2006, 16:35

Teddy,

meine PMP-Munition streut wie eine Gießkanne. Nach 10 Schuß holst Du mehr Ruß aus dem Lauf als ein Schornsteinfeger.
Erst die selbstgeladene Munition (nicht von mir) hat mich überzeugt. Streut \"nicht\" und verbrennt sauber.

Allerdings würde mich die jagdliche Munition mal interessieren.

Gruß
:d_zwinker: Widerstand kann Deinen Weg ändern, aber nicht Dein Ziel

8

Freitag, 20. Januar 2006, 20:50

Miro, schau doch mal hier:
www.foren.waffen-online.de im Bereich Ordonanzwaffen.
Ich habe auch 2 Enfileds, No1, streut etwas und einen No5 oder auch Djungle-Emfield, hält die 10 sehr sauber, auch mit Fabrikmun. Von der alten Militärmun (mit Cordit) kann ich nur abraten, greift den Lauf an und stinkt nach Katzenpis.e beim Schiessen.
LG
Torf
Torfstecher
Nicht die Trophäe, das Erlebnis zählt

9

Samstag, 21. Januar 2006, 12:53

moin,jagdlich brauchbar!wie war das in neuseeland?wenn man zwei lauscher vom rotwild abgibt bekommt man 5 dollar prämie und 2 patronen in 303 britisch damit man neue lauscher holen kann.das kaliber ist dort wahrscheinlich sehr verbreitet!!!ich weiß nicht ob das dort heute auch noch so ist,aber probleme mit zu hohem wildbestand gibts da wohl nach wie vor.

10

Sonntag, 22. Januar 2006, 19:34

Zitat


Original von Brackenjäger:Das Kaliber ist auch 7.62


Nicht ganz, wie Bernie oben schon geschrieben hat, hat die .303British einen Geschoßdurchmesser von 7,92


Viele Grüße,
Rodney.

11

Dienstag, 24. Januar 2006, 14:17

Das verhält sich hier ähnlich wie mit meiner 7.65x53 Arg. Die wird wie die .303 Brit mit 7,92 oder .311 Geschossen geladen.
Auf nicht zu schweres Hochwild ein brauchbares Kaliber...
deo - patriae - vitae